Unsere Dienstleistungen bei Oldtimern

Oldtimer Kaufberatung

Kaufberatung stellt selbst den Sachverständigen vor eine schwierige Aufgabe

Oldtimerbewertung

Im Schadensfall werden viele Bewertungen von den Versicherungen nicht anerkannt

Oldtimerschaden Gutachten

Ein Oldtimer-Unfallschaden ist teilweise schwerer zu erkennen, als bei einem neuen PKW.

Auktionshaus Beratung

Wir beraten Auktionshäuser Zum Thema: "Der transparente Oldtimer."

Schulungen

Wir veranstalten Weiterbildungsseminare mit unserem Freute Verlag zusammen.


Das eigene Archiv

Wir sind auf niemanden angewiesen! Wir haben eines der größten Oldtimerarchive in dieser Branche. 5100 Titel plus Zeitschriften, Zeitungen und Dateien.

Betrug

Porsche, BMW, Maserati

Lügen, Täuschen und Vorschäden verschwiegen, keiner will das erleben! 


Aber da ist der wirtschaftliche Aspekt! Oldtimer werden häufig für zweistellige Millionenbeträge versteigert. Die Preise klettern in Schwindel erregende Höhen, der Finanzmarkt legt Fonds an – leicht entsteht der Eindruck, Oldtimer seien die besseren Aktien. All dies heizt den Markt weiter an. 


Nüchtern betrachtet muss man erkennen: Hinter den richtigen Aktien stehen Unternehmen, deren aktuelle Güte und Stabilität auf Grund bestimmter Kriterien objektiv beurteilt werden kann. Hinter einem Oldtimer steht hingegen eine Konstruktion, die nicht im Safe verstaut werden kann, sondern zusätzlich und laufend Geld kostet. Sie muss restauriert werden und benötigt auch danach eine kostenintensive Pflege sowie womöglich teure Bauteile. Oldtimer als echte Alternative für die kränkelnde Währung zu sehen ist irreführend – mit einem Ferrari kann man schließlich kein Brot kaufen. Die angelegten Fonts halte ich für hanebüchen und rate vom Kauf dringend ab. Die einzige Wahrheit, die der Vergleich mit dem Finanzmarkt ergibt: Nach einem rasanten Preisanstieg wird auch der Absturz rasant sein, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Bei Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit darf nicht vergessen werden: Wo es um große Summen geht, sind die Betrüger nicht weit. Das lässt sich am Beispiel des Kunstmarkts schön demonstrieren. Der Kunstfälscher-Prozess in Düsseldorf zeigte doch glasklar: Gutachter, Spezialisten auf ihrem Gebiet, erstellten reihenweise Fehlbewertungen mit der Folge, dass viele Kunden Millionen in den Sand gesetzt haben. Wie sagte doch Staatsanwältin Franz so schön: „Die Logik hat nicht immer die stärksten Karten, wenn viel Geld im Spiel ist“. 


Dabei sind Kunstgegenstände wie etwa Gemälde wesentlich überschaubarer für den Gutachter, weil das, was man bei einem Bild sehen kann, genau das ist, was man bekommt. Der Gutachter bekommt das Bild vollständig präsentiert. Anders bei einem Oldtimer, bei dem die verbauten Teile ohne Demontage nicht klar identifiziert und beurteilt werden können. Die wortwörtlich zu nehmende Preis-Frage dabei ist: Was wurde in den Oldtimer verbaut?

Die Wertsteigerungen der 911 Reihe kennen offenbar keine Grenzen. Wenn derartige Gewinnspannen zu erwarten sind dürfte es jedem klar sein, dass auch kriminelle Elemente sich ein Stück vom Kuchen abschneiden wollen. Der meist gefälschte Porsche ist der 2.7 Carrera RS (911S). Vom RS wird vermutet, dass es pro Original-Fahrgestellnummer etwa drei Gefälschte gibt.


In den 70er wurden viele F-Modelle auf G-Modelle umgerüstet. Wie soll ein Fachmann das auseinanderhalten, wenn er in seinem Leben gerade mal zwei gesehen hat? Viele nutzen das Internet, doch auch dort ist viel Unfug zu finden. Wir handhaben es mit einer Kombination aus Fachwissen und Recherche in Fachbüchern und Prospekte. Eine weitere Quelle ist immer der Hersteller.


Diesen Porsche 911S SWB haben wir, aufgrund einer neu eingeschweißten Fahrgestellnummer vorn, als Fälschung enttarnt. Der Motor sollte ein RS Motor sein, dafür fehlte jedoch die Motornummer. Wenn es hier zum Kauf gekommen wäre, hätte der Käufer ca. 120 Tsd. Euro zu viel bezahlt.

Das Fahrzeug machte optisch einen guten Eindruck. Der Frontspoiler entsprach nicht der Ausstattung. Obwohl der Innenraum sehr gepflegt war fehlten kleine typische M-Accessoires. Der Motor war nicht zu beanstanden, aber die kleine Plakette zeigte eine andere Fahrgestellnummer als die eingeschlagene am Fahrzeug. Das Auto war somit manipuliert. Welcher Spoiler vorn und hinten sollte bei diesem Baujahr verbaut sein? Welche Accessoires sind in so einem M6 verbaut? Glauben Sie das weiß jeder Fachmann? Ich hatte auf der Messe einen Spezialisten befragt, der nur mit M-Fahrzeugen von BMW zu tun hat. Er sagte das wird schwierig. Wenn ein Auto schnell besichtigt wird kommt auch nur eine schnelle halbwertige Antwort heraus. Haben Sie sich schon mal den Abschlusstext in einem Gutachten durchgelesen? Für 120 Euro kann keiner Recherchearbeiten mit mehreren Stunden durchführen, das heißt sie halten eine Prognose in den Händen, die nur die Seele beruhigt. Reden sie mit uns und werden eine Lösung finden!

Also was nun? Das sollte ein Maserati Tipo 350S sein? Da es davon laut Geschichte nur drei gibt, dürfte das ja ganz einfach werden. Man kann davon ausgehen das kein Mensch, geschweige ein Gutachter, zufällig so ein Tipo 350S schon mal gesehen hat. 


Das Auktionshaus Bonhams hat in Chichester (England) 2007 einen für ca. 100.000 Euro verkauft. Es soll ein Tipo 350S mit der Fahrgestellnummer 3503 gewesen sein. In 500 Worten wurde dieser beschrieben, jedoch nicht ein Wort, dass Hans Hermann den auf der Mille Miglia gefahren hat. Das hätte den Kaufpreis locker um 100.000 Euro gesteigert. 


Ganz klein unter dem Text steht folgendes: 


We are unable to verify what parts of this car can trace its lineage to chassis ‘ 3503’ . We are informed by the vendor that part of an engine – bearing the no.3503 – is available by separate negotiation. The current engine has just been rebuilt and needs to be run in. The lot is sold as seen. 


Aha!... 


Da fällt mir gerade noch ein Text von einem Gutachter ein, der ein hochwertiges Fahrzeug besichtigt hat. Er schreibt folgendes: 


Über die gesamte Problematik der Originalität möchte ich hiermit hinweisen. Aufgrund der meist nicht lückenlos nachvollziehbaren Vergangenheit des Fahrzeuges kann auch keine einwandfreie Gewähr abgegeben werden, dass alle montierten Bauteile und Baugruppen dem serienmäßigen Zustand entsprechen. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass alle Bauteile des Serienfahrzeugs vorhanden sind. 


Also so etwas braucht kein Mensch! Mit solchen Aussagen haben Sie ein Gutachten bezahlt, das jedoch in keinster Weise eine Beweiskraft hat. Die Geschichte über diesen Maserati ist in einem Buch gut beschrieben und die drei Typen sind genau mit Fotos dokumentiert und deren Verbleib erklärt. Auch wir sind keine Allwissenden, aber wir arbeiten nach dem Motto: „Man muss nicht alles wissen. Man muss nur wissen, wo es steht.“ 


Den ersten Tipo 350S, mit der Fahrgestellnummer 3501, hat Stirling Moss gecrasht. Das Werk änderte die Fahrgestellnummer in 4501 und installierte den 4,5 Liter Motor, der noch in der Entwicklung war. Dann wurden Tests gefahren um herauszufinden warum der Wagen so schlecht auf der Straße lag. Herauskam die Transaxiallösung, mit der eine ausgewogene Gewichtsverteilung erreicht wurde. So wurde auch das Getriebe des 3502 gleich angepasst. Die 3503 hatte ebenfalls einen transaxialen Antrieb. Die Bilder zeigen eine Karosserie vom 350 mit einem modernen Sechszylindermotor. Das Getriebe war am Motor angeflanscht und die Fahrgestellnummer endete mit der 03. 


Für mich stand fest, das ist ein Nachbau. Meine voreiligen Feststellungen teilte ich den Verantwortlichen mit. Bevor ich nun mit meinem Team, am nächsten Tag, das gesamte Fahrzeug besichtigen wollte bekam ich eine Absage. Nach dem Motto, wir suchen keine die was Wissen. Ich bin davon überzeugt, dass es sich bei diesem Maserati um den Gleichen, der vor Jahren beim Auktionshaus Bonhams verkauft wurde, handelt. Jetzt mal so neben bei also 100.000 – 130.000 Euro kann man dafür schon ausgeben.

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